Chronik des Vereins
Chronik

im Folgenden werden Ausschnitte aus der Chronik unseres Vereins, die anlässlich des 40-jährigen Jubiläums erstellt wurde, veröffentlicht: 

Chronik des Sportfischereivereins Kirchberg/Iller e.V.
 
Die Idee zur Gründung eines Fischereivereins in Kirchberg im Jahr 1971 ging von einer Fischergruppe aus. Dieser Gruppe gehörten August Kötzle, Karl Miller, Eugen Büchele, Norbert Vogt und Moritz Schiller an. Die Fischergemeinschaft hatte den noch kleinen Baggersee der Gemeinde Kirchberg im Illergrieß in Pacht, der sich durch die Kiesentnahme zum Bau der Autobahn A7 stark vergrößert hatte. So entstand die Idee, weitere Gemeindebürger, die am Angelsport interessiert sind, in diese Gruppe aufzunehmen. Am 23. April 1971, schließlich, kam es zur Gründungsversammlung im Gasthaus Rose in Kirchberg. Die Anwesenden Moritz Schiller, Siegfried Ermuth, Eugen Büchele, Karl Miller, Reinhold Kramer, Gottwald Öhl, Erwin Markert, Ferdinand Kramer, Anton Söll, Norbert Vogt, Edgar Rock, Konrad Moll, August Kötzle und Karl Weiß beschlossen, eine Vereinssatzung auszuarbeiten und den Verein zur Eintragung anzumelden. Als Eintrittsbedingungen wurde festgelegt, dass jedes Mitglied einen Einstandsbeitrag von 250,-- DM entrichten, die Fischereiprüfung bis zum Jahr 1973 ablegen und Bürger der Gemeinde Kirchberg sein muss. Außerdem wurde bei der Gründungsversammlung die 1. Vorstandschaft gewählt. Zum 1. Vorstand wurde Moritz Schiller bestimmt, der stellvertretende Vorsitz wurde Siegfried Ermuth zugesprochen, zum Schriftführer und Kassier wurde Edgar Rock gewählt und das Amt des Wasserwarts sollte Anton Soll übernehmen. Außerdem wurden Reinhold Kramer und Eugen Büchele als Beisitzer in die Vorstandschaft gewählt.

Am 12. Oktober 1971 fand die 1. Generalversammlung, ebenfalls im Gasthaus Rose in Kirchberg, statt. Vorstand Moritz Schiller stellte in seinem Bericht fest, dass durch die andauernden Baggerarbeiten das Wachstum der Fische im Baggersee ungünstig beeinflusst worden sei. Daher war es nötig, einen Fütterungsplan aufzustellen. Ebenfalls bei der Generalversammlung wurde der Haushaltplan für das Jahr 1972 verabschiedet. Als Jahresbeitrag wurden 100,-- DM pro Mitglied bestimmt und die Vorstandschaft wurde wie bei der Gründungsversammlung beschlossen, erweitert um die neuen Kassenprüfer Karl Miller und August Kötzle, bestätigt. Am 28. Dezember 1971, schließlich, wurde der neu gegründete Verein ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Biberach unter dem Namen: „Sportfischereiverein Kirchberg/Iller e.V.“ eingetragen.

Im Jahr 1972 überlässt Herr Ferdinand Remlinger sen. dem Fischereiverein seinen Weiher beim Kirchberger Waldbad, um dort Jungfische zu züchten. Im Gegenzug erhält Herr Remlinger die kostenlose Fischereierlaubnis am Baggersee. Darüber hinaus wurde 1972 das erste gemeinsame Vatertagsfischen durchgeführt.
Anfang des Jahres 1973 wurde der Pachtvertrag über den Baggersee um weitere 6 Jahre mit der Gemeinde verlängert. Der Fischereiverein verpflichtet sich in diesem Zuge, jedem Bürger das Angeln zu ermöglichen und Tageskarten an Gastfischer und Campinggäste auszugeben. Außerdem pachtet der Verein 1973 einen Fischweiher von Edmund Schemperle an, um dort Jungforellen aufzuziehen. Im September des gleichen Jahres wird der Forellenbestand am angepachteten Weiher beim Waldbad durch Sauerstoffmangel gefährdet. Grund hierfür war langanhaltende Trockenheit, die die Quellen versiegen ließ. Zur Rettung der Fische wurde eine Pumpe beschafft, mit der Sauerstoff zugefügt wurde. Im Dezember des Jahres 1973 erhält der Fischereiverein von der Gemeinde die Erlaubnis, auch am Kiesweiher, südwestlich vom Anglersee (Gastsee) Fische nach Belieben einzusetzen und Angelsport zu betreiben. Jedoch wurde vorerst dort noch nicht gefischt.
Bei der Generalversammlung 1974 stellt sich der 1. Vorstand Moritz Schiller nicht mehr zur Wahl. Er wird daraufhin zum Ehrenvorstand des Sportfischereivereins Kirchberg ernannt. Seine Nachfolge tritt Edgar Rock an. Zum neuen Schriftführer wurde Eugen Büchele bestimmt, die Tätigkeit des Kassiers übernahm Rainer Bögel. Neu in die Vorstandschaft wurden Robert Wohlhüter, Karl Miller und August Kötzle als Beisitzer gewählt. Im gleichen Jahr wurde auch der Beschluss gefasst, dass jedes Mitglied pro Jahr mindestens 10 Arbeitsstunden zu absolvieren hat. Am 28. April 1974 wurde beim Anfischen der erste Fischerkönig des Vereins gekürt. Der Titel ging an Robert Wohlhüter, der den schwersten Fisch, eine Forelle mit einem Gewicht von 675g, gefangen hatte. Im darauffolgenden Jahr 1975, jedoch, konnte er seinen Titel nicht verteidigen. Den größten Fisch fing Siegfried Ermuth und somit ging auch der Titel des Fischerkönigs an ihn über.
 
Bei der Generalversammlung im Jahr 1976 zählte der inzwischen fünf Jahre alte Verein 31 Mitglieder. Außerdem entschloss sich die Vollversammlung zum Kauf eines ausgedienten LKW-Großkontainers, der zum Vereinsheim umfunktioniert werden sollte, da aus finanzieller Sicht ein Bau eines Vereinsheimes nicht in Frage kam. Zur Finanzierung des Kaufes entschied man sich, ein eintägiges Fischerfest im Grieß neben dem Vereinssee zu veranstalten. Der hierfür benötigte Platz musste aufgefüllt und planiert, mit Birken, Fichten und Buchen angepflanzt und ein Stangenzaun errichtet werden. Am 04. April 1976 fand dann bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad das erste Fischerfest statt. Neben den Heringsbroten und Bratwürsten wurden 560 Grill- und Rauchforellen verkauft. Zur Unterhaltung spielte die Kirchberger Musikkapelle auf. Der Chronist schreibt hierzu: „Die Festgäste waren von der Romantik des idyllisch gelegen Festplatzes, vom kühlen Bier wie von den leckeren Forellen sichtlich angetan und kamen bei den flotten Weisen der Musikkapelle unter der Leitung von Siegfried Küchle bald in ausgezeichnete Stimmung, die bis spät in die Nacht hinein anhielt“. Ebenfalls 1976 wurden aufgrund Differenzen in der Vorstandschaft vorgezogene Neuwahlen erforderlich. Zum neuen Vorstand wurde Eugen Büchele bestimmt. Sein voriges Amt des Schriftführers übernimmt ab diesem Zeitpunkt Hugo Diebold.
Der gekaufte LKW-Container fand 1977 seinen Bestimmungsort auf dem Festplatz, auf dem auch heute noch das jährliche Fischerfest stattfindet. Auf diesem Platz fand ebenfalls 1977 zum ersten Mal ein zweitägiges Fischerfest statt, das jedoch aufgrund mehrerer Regenschauer immer wieder unterbrochen werden musste. Als erstes Mitglied überhaupt schafft es Siegfried Ermuth, seinen zweiten Königstitel beim Königsfischen ´77 zu erringen.
Das Vereinsjahr 1978 begann turbulent, bei der Generalversammlung wird Karl-Heinz Sauter Nachfolger des 2. Vorsitzenden Siegfried Ermuth, der zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr dem Verein angehört. Außerdem wird der Festplatz um eine WC-Anlage und ein begrüntes Podium für die Musikkapelle erweitert.
Am 31.05.1979 beschließt die Vorstandschaft, dass Gastkarten nur noch für den Kiesweiher (Gastsee) ausgegeben werden. Für die Durchführung des Fischerfestes wurde extra ein Grill beschafft, jedoch wurde dieser aufgrund des schlechten Wetters nur bedingt gebraucht.
 
1980 beteiligt sich der Sportfischereiverein Kirchberg beim 1. Kirchberger Dorffest zu Gunsten der Kirchenrenovation mit einem Fischsemmel-Stand und Weinangeln.
Die Fischerhütte findet ebenfalls 1980 einen festen Pächter. Fortan übernimmt Karl Weiß die Bewirtung. Außerdem schafft es auch Karl Bösch, zum zweiten Mal nach 1978 Fischerkönig zu werden.
Der inzwischen 10 Jahre alte Verein zählt bei der Generalversammlung 1981 - 34 Mitglieder. Zum neuen Vorsitzenden wird Edgar Rock gewählt, der bereits von 1974-1976 die Geschicke des Vereins leitete. Sein Stellvertreter wird Erwin Markert, nachdem sich beide vorherigen Vorstände nicht mehr zur Wahl stellten. Ebenfalls 1981 war die Aqua-Fisch in München Ziel des Vereinsausfluges. Neben der Ausstellung wurde der Münchner Fernsehturm und das nahegelegene BMW-Museum besichtigt. Das Jubiläumsfischen, das anlässlich des 10-jährigen Vereinsjubiläums abgehalten wurde, konnte Gottwald Öhl gewinnen.
1982 wird die Fischerhütte ans Stromnetz angeschlossen und das nicht mehr gebrauchte Stromaggregat konnte verkauft werden. Nachfolger des bisherigen Fischerhütten-Wirts, Karl Weiß, wird Karl-Heinz Sauter. Außerdem wurde das Fischerfest erstmals unter einem Zeltdach abgehalten, was sich aufgrund des verregneten Wochenendes als hervorragende Entscheidung erwies. Durch den Beschluss der Vorstandschaft wird es möglich, dass auch Jugendliche ab 14 Jahre in den Verein eintreten können. Der Gießenbach wird angepachtet und zum ersten befischbaren Fließgewässer des Vereins. Ebenfalls im Jahr 1982 verstirbt Ehrenvorstand Moritz Schiller und Jahreskarten werden erstmals an Gastfischer ausgegeben.
 
Im Jahr 1983 gelingt es dem Verein nach mehrjähriger Planung, auch Teile des Sinninger Badesees anzupachten. Ergänzend hierzu wurde mit dem Altenstadter Fischereiverein eine Vereinbarung getroffen, die es den Kirchberger Fischern auch erlaubt, auf den Gebieten der Altenstadter zu fischen. Außerdem wird eine Pergola in Form eines Satteldachs nördlich an die Fischerhütte angebaut.
 
Das Jahr 1984 beginnt mit einem Wechsel des 2. Vorsitzenden. Josef Niedermaier löst Erwin Markert in diesem Amt ab. Auch das Amt des Fischerhütten-Wirts wird mit Norbert Hagleitner neu besetzt. Im Juli sterben aufgrund großer Hitze und dem daraus resultierenden Niedrigwasserstand zahlreiche Fische im Gießenbach. Die Feuerwehr pumpt Wasser aus der Iller in den Gießen und verhindert dadurch Schlimmeres. Außerdem fährt der Verein im September zum Ausflug nach Strümpfelbach zur Weinprobe. Daran im Anschluss standen noch der Besuch der Wilhelma bzw. des Canstatter Volksfestes auf dem Programm.
Zu Jahresbeginn 1985 wird der Pachtvertrag über den Anglersee mit der Gemeinde Kirchberg um weitere 12 Jahre verlängert. Kurz nach der Generalversammlung legen gleich 4 Vorstandsmitglieder ihr Amt nieder. Georg Weber wird neuer Schriftführer, zu neuen Beiräten werden Ferdinand Kramer, Konrad Huberle und Manfred Stuber gewählt. Außerdem können Gastfischer ihre Karten erstmals beim Campingplatz erwerben.
1986 wird der Sportfischereiverein Kirchberg 15 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt gehören dem Verein inzwischen 46 Mitglieder an. Im gleichen Jahr wird die Fischerhütte, deren Bewirtung inzwischen von Georg Weber übernommen wurde, um einen Sickerschacht erweitert.
Bei der Generalversammlung am 07.03.1987 wird eine Neufassung der Vereinssatzung beschlossen. Nun ist es auch offiziell möglich, Nichtbürger der Gemeinde Kirchberg mit einer 2/3-Mehrheit der Generalversammlung in den Verein aufzunehmen. Außerdem wird in die Fischerhütte eingebrochen. Ein undichtes Dach ist die Folge davon. Im Zuge der Reparatur wird auch die Pergola um 2 Meter verlängert. Im Winter 1987/1988 setzt aus ungeklärter Ursache am Bade- und Anglersee ein Aal- und Karpfensterben ein, bei dem schätzungsweise 120 Karpfen verenden. Auch das staatl. tierärztliche Untersuchungsamt findet hierfür keinen Grund.
1988 lässt die Gemeinde Kirchberg die Zufahrtswege zum Fischerplatz aufkiesen und der Verein beschafft für das Fischerfest einen neuen Schaltschrank, eine Gasfriteuse und die Beleuchtung für das Musikpodium wird erweitert. Als Hüttenwirt löst Josef Niedermaier Georg Weber ab.
Im Jahr 1989 nimmt der Fischereiverein wieder am Dorffest teil. Aufgrund schlechten Wetters fiel das eigentliche Fest aus, dennoch verkaufte der Verein seine Matjesheringe, Schollen, Rotbarschfilets und Fischsuppe am dafür vorgesehenen Platz und erzielte dabei einen guten Erfolg. Aufgrund einer fehlerhaften Eintragung im Grundbuch verliert der Verein das Fischereirecht am Gießen zwischen der Autobahnbrücke und der Göserbrücke.
Bereits aber 1 Jahr später, 1990, kann der Verein eine 3 km lange Strecke vom Rentamt Balzheim am Gießenbach auf der Gemarkung Sinningen, unterhalb des Kraftwerks Schäuffele, anpachten. Bei der Generalversammlung stellt sich der erste Vorsitzende Edgar Rock nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wird der vormalige Schriftführer Georg Weber. Seine Nachfolge wiederum übernimmt Anton Haupt. Als Ersatz für den scheidenden 2. Vorstand Josef Niedermaier wird Werner Schlierer gewählt. Auch Herbert Schemperle schafft es, zum zweiten Mal nach 1986 die königliche Ehre des Fischerkönigs zu erlangen. Außerdem konnten mit Dieter Lenzen und Karl Haupt zwei neue Hüttenwirte gefunden werden. Wiederum beteiligt sich der Verein 1990 am Kirchberger Dorffest.
 
Bei der Generalversammlung 1991 wird der 85 jährige Willi Grüneberg zum Ehrenmitglied ernannt. Ab diesem Zeitpunkt gilt ein Aufnahmestopp ab 60 Mitglieder und das Fanglimit für Forellen wird von 70 auf 50 reduziert. Hierbei richtet sich der Verein nach einer Empfehlung des Landesfischereiverbandes, die sich an den vorhandenen Gewässern orientiert. Der Jubiläumsverein feiert sein 20-jähriges Jubiläum im Rahmen des Königfischens, bei dem Horst Belandt die Fischerkrone erringen konnte. Der Verein zählt zu diesem Zeitpunkt 57 Mitglieder. Die Festrede nach der Königsproklamation hält Ex-Vorstand Edgar Rock. Die Anwesenden Mitglieder und Abordnungen befreundeter Vereine mussten jedoch aufgrund des einsetzenden Regens unter die neu gebaute Pergola fliehen, die zur Überdachung des Küchenbereichs beim Fischerfest dienen soll. Ebenfalls 1991 beteiligt sich der Fischereiverein am Dorffest, Martin Moll und Alfred Schemperle erwerben die Berechtigungen zum Elektrofischen und im Herbst wird ein Vereinsauflug nach Würzburg durchgeführt. Nachdem die Hüttenwirte Lenzen und Haupt ihren Dienst quittierten, konnte vorerst kein Nachfolger gefunden werden und die Bewirtung der Fischerhütte wird erstmals von mehreren Mitgliedern sporadisch übernommen.
Bei der Generalversammlung 1992 wird beschlossen, dass jedes Vereinsmitglied jährlich 20 Pflichtarbeitsstunden abzuleisten hat. Außerdem werden die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder Norbert Hagleitner und Reinhold Kramer durch die neuen Beiräte Martin Mussack und Martin Moll ersetzt. Gastkarten sind 1992 erstmals außerhalb von Kirchberg beim Angelgeschäft Binzer in Memmingen erhältlich und Horst Belandt schafft, was kein anderes Mitglied jemals geschafft hat, er verteidigt seinen Fischerkönig-Titel vom Vorjahr 1991.
Die Generalversammlung des Jahres 1993 beschließt eine Satzungsänderung. Grund hierfür ist die gewollte Erlangung der Gemeinnützigkeit. Ein alter bekannter wird zum 1. Vorstand gewählt, nachdem Georg Weber nicht mehr kandidierte. Edgar Rock übernimmt zum 3. Mal die Führung des Vereins. Der Verein beteiligt sich nach zweijähriger Pause wieder am Kirchberger Dorffest, ein weiterer Teil des Badesees wird von Herrn Walker aus Sinningen angepachtet und mit Josef Mino und seiner Frau Elli konnten neue Pächter für die Fischerhütte gefunden werden.
Im Jahr 1994 hilft der Fischereiverein beim Kreismusikfest, das anlässlich des 150 jährigen Bestehens der Musikkapelle in Kirchberg gefeiert wird. Außerdem nahm man mit einem eigenen Festwagen am Umzug teil. Die Gerätschaften des Vereins finden eine neue Herberge, sie werden vom bisherigen Lagerort (Baaders Stadel) in den Gemeindestadel an der Gutenzeller Straße umgesiedelt. Mit den neuen Vereins-T-Shirts wird erstmals eine einheitliche Bekleidung angeschafft und Horst Belandt stellt wiederum einen Rekord auf. Er schafft es, als einzigstes Mitglied, zum dritten Mal Fischerkönig zu werden.
 
1995 kauft sich der Verein einen gebrauchten Kfz-Anhänger von der Firma Wap. Dieser muss jedoch zuerst wieder instandgesetzt werden, da es sich um ein Unfallfahrzeug handelt. Bei der Generalversammlung können erstmals keine neuen Mitglieder aufgenommen werden, da das Mitgliederlimit von 60 erreicht ist. Eine Warteliste wird eingeführt.
1996 wird der Fischereiverein ein viertel Jahrhundert alt. Zu diesem Zeitpunkt gehören dem Verein 60 Mitglieder an und 5 Personen stehen auf der Aufnahme-Warteliste. Pünktlich zum Jubiläum kauft sich der Sportfischereiverein Kirchberg ein Grundstück am Sinninger Badesee mit ca. 80 Meter Uferlänge von der Erbengemeinschaft Weiss aus Illertissen. Hierfür wurde fast 2 Jahre lang verhandelt, da auch der Fischereiverein aus Illertissen das Grundstück kaufen wollte. Ein weiteres Grundstück am Sinninger Badesee wird von den Herren Schedel aus Sinningen angepachtet. Das 25-jährige Jubiläum wird im Rahmen des Königsfischens gefeiert. Hierzu sind die benachbarten Fischereivereine aus Balzheim, Altenstadt, Schwendi und Dettingen eingeladen, die allerdings nur außer Konkurrenz mitfischen durften. Gewinner dieses Königsfischens wurde Georg Weber. Weitere kameradschaftliche Aktivitäten aufgrund des Vereinsjubiläums waren der Jahresabschluss, der in der Dampfsäg in Sontheim gefeiert wurde, sowie die Weihnachtsfeier im Gasthaus Kramer, der eine Waldweihnacht mit Nikolausbesuch vorausgegangen war.
Anfang 1997 wurden die Pachtverträge mit der Gemeinde über die Gemeindegewässer um weitere 12 Jahre verlängert. Bei der Generalversammlung verabschiedet sich Gewässerwart Erwin Markert nach 12-jähriger Tätigkeit aus seinem Amt. Sein Nachfolger wird Alfred Schemperle. Des Weiteren erhält der Verein, nach Antrag, vom Landratsamt die Genehmigung, am Gießenbach Kormorane abzuschießen, da sich diese die letzten Jahre vermehrt am Besatz der Vereinsgewässer bedient hatten. Jedoch waren die Abschussversuche anfangs noch ohne Erfolg.
Anfang 1998 stirbt Ehrenmitglied Willi Grüneberg. Bei der Generalversammlung 1998 legt Kassier Rainer Oberdorfer-Bögel sein Amt nach 24-jähriger Tätigkeit nieder. Seine Nachfolge übernimmt Beiratsmitglied Martin Mussack, für ihn folgt Anton Ruchti in die Vorstandschaft. Zur Verbesserung der Fischerplatzpflege wird ein neuer Aufsitzmäher gekauft und erstmals wird am Gießenbach ein Biber gesichtet. Der diesjährige Vereinsausflug führt die Mitglieder zuerst zur Brauereibesichtigung nach Ustersbach und anschließend weiter nach Irsee und Katzbrui.
Edgar Rock legt an der Generalversammlung des Jahres 1999 sein Amt als 1. Vorsitzender auf eigenen Wunsch ab. Insgesamt führte er die Amtsgeschäfte des 28-jährigen Vereins 17 Jahre lang als 1. Vorstand. Rock wird von der Generalversammlung zum Ehrenvorstand ernannt und vom Landesschatzmeister des Verbands Deutscher Sportfischereivereine, Gerhard Rosendahl, mit Ehrenzeichen und Urkunde ausgezeichnet. Sein Nachfolger als Vereinsvorstand wird der bisherige Schriftführer Anton Haupt. Neuer Schriftführer wird Beirat Albert Lang, dessen voriges Amt übernimmt Stefan Rösch.
Josef Mino zieht sich im Jahr 2000 in seiner Funktion als Hüttenwirt zurück. Sein Nachfolger wird Christian Oberpertinger. Der Fischereiverein pachtet den im nahen Grieß gelegenen Göserweiher als weiteres Fischereigewässer an und veranstaltet erstmals ein Freundschaftsfischen mit den befreundeten Vereinen aus Altenstadt, Balzheim, Dettingen und Kellmünz in Kirchberg. Das diesjährige Königsfischen gewinnt Erwin Kramer, der sich mit seinem zweiten Titel nach 1997 auch in die Liste der doppelten Fischerkönige einträgt. Die „Untere Iller AG“ stellt im Rahmen der Illerdamm-Sanierung, die aufgrund des Pfingsthochwassers 1999 notwendig geworden war, fest, dass die seit 1977 betriebene Fischerhütte zum Teil abgerissen werden muss. Der Verein entscheidet sich für einen Neubau und beginnt in diesem Jahr mit den Bauarbeiten.

Diese werden pünktlich zum Fischerfest 2001 abgeschlossen. Der Fischereiverein, der dieses Jahr auf 30 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken kann, zählt bei der Generalversammlung 2001 weiterhin die festgelegte Höchstmitgliederzahl von 60 Mitgliedern. Außerdem wird die Einführung einer Jugendgruppe beschlossen. Beim Königsfischen 2001 schafft es auch Franz Bail, zum zweiten Mal nach 1985 Fischerkönig zu werden. Das 30 jährige Vereinsjubiläum wird nicht gefeiert
Bei der Generalversammlung 2002 scheidet Werner Schlierer auf eigenen Wunsch als 2. Vorsitzender und Gerätewart aus der Vorstandschaft aus. Der neue 2. Vorstand heißt Stefan Rösch, neuer Gerätwart wird Alfred Abler. Für seine Verdienste um den Verein wird Werner Schlierer zum Ehrenmitglied ernannt. Die gleiche Ehre wird Rainer Oberdorfer-Bögel und Erwin Markert zuteil. Die Jugendgruppe nimmt ebenfalls bei der Generalversammlung ihren Dienst auf. 10 Mitglieder gehören ihr zu diesem Zeitpunkt an. Die erste Jugendleiterin in der Vereinsgeschichte heißt Susanne Lang. Ebenfalls 2002 wird eine neue Toilettenanlage gebaut die zum Fischerfest fertiggestellt wird.
Die Generalversammlung beschließt 2003 eine Satzungsänderung, die es erstmals möglich macht, passive Mitglieder in den Verein aufzunehmen. Außerdem wird das Mitgliederlimit für aktive Mitglieder von 60 auf 65 hochgesetzt. Die neuen Toilettenanlagen werden an die Kanalisation angeschlossen und im Herbst wird ein Hüttenwochenende in Riezlern im kleinen Walsertal abgehalten.

Im Jahr 2004 findet das Freundschaftsfischen mit den befreundeten Vereinen aus Altenstadt, Balzheim, Dettingen und Kellmünz nach 2000 zum zweiten Mal in Kirchberg statt. Jeder der 5 Vereine war berechtigt, mit jeweils 10 Fischern am Anglersee an den Start zu gehen. Der diesjährige Gewinner kam aus Balzheim.
2005 müssen die Stege im Anglersee neu aufgebaut werden, da die alten dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen waren. Neben dem Schlosser-Miller-Steg, der seinen Namen behielt, wurden auch die anderen Stege mit Namen verdienter Fischer bedacht. Seitdem kann auf dem Xaver-Hecht Steg, dem Siegfried-Kolb-Steg und auf dem Martin-Mussack-Steg gefischt werden.
Bei der Generalversammlung des Jahres 2006 lässt sich der 1. Vorstand Anton Haupt nicht mehr aufstellen. Zu seinem Nachfolger wird Kassier Martin Mussack gewählt. Neuer Kassier wird Gerätewart Alfred Abler. In seinem Amt folgt Christian Oberpertinger nach. Für den scheidenden Gewässerwart Alfred Schemperle übernimmt Erwin Kramer dieses Amt. Aufgrund ihrer großen Verdienste für den Verein wird Anton Haupt zum Ehrenvorstand und Alfred Schemperle zum Ehrenmitglied ernannt. Erstmals seit 1993 beteiligt sich der Fischereiverein wieder am Kirchberger Dorffest. Neben den bekannten Fischspezialitäten werden auch Saure Kutteln und Knabberfleisch angeboten. Beim diesjährigen Fischerfest wird eine Tombola durchgeführt. Viele tolle Preisen, die allesamt von Unternehmer aus der nahen Umgebung gespendet wurden, gibt es zu gewinnen. Der Hauptpreis, der von Peter Schmeisl gestiftet wurde, ist ein einwöchiger Aufenthalt in Südfrankreich. Außerdem wird ein Vereinsfoto erstellt. Dem Verein, der inzwischen 35 Jahre alt ist, gehören inzwischen 65 aktive Mitglieder, 5 Ehrenmitglieder 12 passive Mitglieder und 14 Jungfischer an.
 
Auch 2007 wird beim Fischerfest wieder eine Tombola veranstaltet, die wiederum zum Erfolg wird. Die Hingucker beim diesjährigen Fischerfest sind aber die neuen einheitlichen Vereins-Polo-Shirts, die extra zum Fischerfest beschafft wurden. Die Teilnahme am Kirchberger Dorffest wird zur Tradition, die auch die nächsten Jahre fortgeführt werden soll.
Peter Schmidt übernimmt bei der Generalversammlung 2008 das Amt des 2. Vorsitzenden von Stefan Rösch, der als Jugendleiter die Nachfolge von Susanne Lang antritt. Sie übernimmt zukünftig die Funktion des Schriftführers von Ihrem Ehemann Albert Lang. Des Weiteren ist der Fischereiverein künftig auch im Internet zu finden. Die Homepage, die von Christian Höß erstellt wurde, ist unter der Adresse www.sportfischereiverein-kirchberg-iller.de.tl zu erreichen. Auch wird 2008 wieder ein Ausflug durchgeführt. Er führt die Mitglieder nach Konstanz ins Sea-Life und anschließend zur Besichtigung der Fischzucht Schubert nach Oberessendorf.
2009 konnten die Pachtverträge mit der Gemeinde um weitere 12 Jahre verlängert werden. Die Generalversammlung beschließt für alle Mitglieder ab 65 Jahre die Möglichkeit, für geringere Beitragszahlung zu den Seniorenfischern zu wechseln. Außerdem findet zum dritten Mal das Kameradschaftsfischen mit den Fischereivereinen aus Altenstadt, Balzheim, Dettingen und Kellmünz in Kirchberg statt.

Das Ziel des Ausfluges im Jahr 2010 ist Ulm, wo eine Stadtführung durchgeführt wurde. Im Anschluss werden noch einige gemütliche Stunden an der Fischerhütte verbracht. Bei der Generalversammlung scheidet die Schriftführerin und vorige Jugendleiterein Susanne Lang aus der Vorstandschaft aus. Neuer Schriftführer wird Martin Moll. Anton Ruchti schafft es, einen Rekordhecht zu fangen. Das Exemplar, das nun präpariert in der Fischerhütte zu sehen ist, wog 23,2 kg bei einer Länge von 1,30 m und einem Bauchumfang von 81 cm. Fischerkönig wurde er aber nicht. Christoph Lang gelingt es in diesem Jahr, seinen ersten Erfolg aus dem Jahr 2007 zu wiederholen. Ebenfalls im Jahr 2010 beschafft der Verein für seine Mitglieder neue Polo-Shirts und Jacken.
 
Diese werden pünktlich zu der Generalversammlung 2011 geliefert und an die Mitglieder verteilt. Zu diesem Zeitpunkt laufen die Vorbereitungen für das 40-jährige Vereinsjubiläum, das im Rahmen des Fischerfestes mit einem Festabend gefeiert werden soll, bereits auf Hochtouren. Zum neuen 2. Vorstand wird Anton Ruchti gewählt, nachdem sich Peter Schmidt nicht mehr zur Wahl stellte. Neuer Schriftführer wird Michael Lange und als neuer Beirat lässt sich Maik Stahl in die Vorstandschaft wählen. Ferdinand Kramer und Reinhold Kramer werden als Gründungsmitglieder in den Kreis der Ehrenmitglieder aufgenommen. Dem Verein gehören im Jubiläumsjahr 65 aktive Mitglieder, 7 Senioren- und 11 Jungfischer sowie 17 passive Mitglieder an. Der aktuell amtierende Fischerkönig heißt Claus Hagleitner. Auch ihm ist es gelungen, den Titel des Fischerkönigs zum zweiten Mal inne zu haben. Sein erster Erfolg stammt aus dem Jahr ´98.

Im Jubiläumsjahr 2011 kann der Sportfischereiverein auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurückblicken in der viel geschaffen wurde. Die Tatsache, dass auch aktuell aufgrund der Mitgliedsbeschränkung nicht alle Mitgliedschaftsanwärter aufgenommen werden können, lässt erahnen, welch attraktive Bedingungen in Kirchberg für Sportfischer herrschen. Durch die Gründung der Jugendgruppe konnte das Durchschnittsalter im Verein deutlich gesenkt werden. Auch aus finanzieller Sicht steht der Verein auf festen Beinen, so dass man zuversichtlich in die Zukunft blicken kann.
 
Für die nächsten 40 Jahr wünschen wir dem Verein allezeit „Petri Heil“

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By: Gewinnspiel-Gewinner
 
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